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Honig

Seit dem Altertum geschätzt

Schon Hippokrates, der berühmte Arzt des Altertums und Vater der Heilkunde überhaupt, verordnete Honig bei den verschiedensten Krankheiten. Auch heute noch ist Honig ein bewährtes Hausmittel. Er wird als köstliche Beigabe zu vielen Speisen und Getränken geschätzt.

Honig ist schon von alters her als Nahrungsmitte und als Schönheitsmittel bekannt, auch wurde der Honig in der Medizin angewandt. Das althochdeutsche Wort für Honig war „Honig“ und bedeutet „ Goldfarben „. Heute gib es Honige in vielen Farbvariationen von fast weiß bis dunkel.  Farbe und Geschmack des Honigs wird durch das Blütenangebot im Umfeld des Bienenstocks beeinflusst. Auch die Witterung spielt hier eine Rolle, Bienen fliegen weder bei Regen noch bei Kälte aus. Für 1 kg Honig besuchen die Bienen und hier nur die Sammlerinnen bis 15 Millionen Blütenbesuche im Bereich des Bienenstocks in einem  Umkreis bis zu 3 km auf.
Während der Blüte von Obstbäumen und Raps, Linde oder Kastanie besuchen die Bienen nur diese, andere Nahrungsquellen werden vernachlässigt, Bienen sind blütentreu.Viele Imker wandern mit ihren Bienen in solche Gebiete, um Sortenhonige zu ernten –Sortenhonige sollten dann etwa 60 % Nektar und Pollen der auf dem Etikett ( z.B. Lindenhonig ) angegebene Sorte befinden. Das gleiche gilt auch für Waldhonig, er aus dem Honigtau ( Ausscheidungen der Blattläuse ) vor allem bei Nadelhölzern besteht. Ein Waldhonig hat einen würzigen Geschmack.

Wie entsteht der Honig

Der Honig dient ausschließlich der Ernährung das Bienenvolkes und der Brut. Bienen sammeln Pollen und Nektar, gerade Nektar lockt die Bienen mit einem süsslichen Geruch zur Bestäubung der Blüten. Im Honigmagen transportiert die Biene diesen zum Stock.
Im Wald sammeln die Bienen den Honigtau  ( klebriger Überzug  auf Blättern und Nadeln) den die Blattläuse ausscheiden. Der so geerntete Pflanzensaft besteht bis zu 80 % Wasser. Im Stock geben die Bienen des Saft tropfenweise an andere Bienen ab, dies wir unzählige mal wiederholt. Der Wassergehalt sinkt und gleichzeitig werden Ezyme aus dem Organismus der Bienen beigefügt. Der Wassergehalt beträgt nun noch ca. 17 – 18 % Wasser und schützt den Honig vor Gärung. Wenn der Honig reif ist, die Honigwaben verdeckelt sind kann der Imker den Honig Ernten, das heißt den Honig schleudern.
Manche Imker geben den Honig auch in Waben ab, die mit Honig gefüllten Waben können ausgekaut und die Wachsreste ausgespuckt werden.

-    Heilwirkungen des Honig
-    Schneller Energiespender
-    Wirkt  antibakteriel
-    Honigbewertung 2015

Heilwirkung des Honig

Heilsame Wirkstoffe aus den Pflanzen gehen in den Honig . Tannenhonig wird bei Husten und Heiserkeit empfohlen, fiebrige Erkältungen lassen sich Lindenblütentee und Lindenblüten Honig wirksam bekämpfen. Bitte nur handwarm trinken, da sonst wertvollen Wirkstoffe verloren gehen.  Es würde den Rahmen sprengen weitere Empfehlungen zu Behandlungen zu  geben Schneller Energiespender75 – 80 % der Inhaltstoffe sind Zucker. Durch die von den Bienen beigefügte Sekrete wird der Mehrfachzucker – Sacharose – aus dem Nektar in gut verdauliche Einfachzucker – Fructose und Glocose umgewandelt. Mehrfachzucker muss im Körper erst umgewandelt werden, während Einfachzucker sofort  Energie spendet. Für Sportler, kranke und ältere Menschen ist das vorteilhaft. Kinder dürfen erst wenn der Verdauungstrakt ausgebildet ist nach dem ersten Lebensjahr Honig bekommen.

Wirkt antibakteriell

Beim Trocknen und Umlagern des Honigs reichern die Bienen Enzyme aus ihrem Organismus bei. Durch Glocose-Oxidase mit Glucose und Wasser aus dem Honig entstehen kleine Mengen Wassertsoffperoxid, dies  wirkt gemeinsam mit anderen Stoffe  gegen Vieren Bakterien .Schon in der Antike wird Honig wegen seine antibakteriellen Eigenschaften zur Wundbehandlung eingesetzt .Heute wird sterilisierte Honig in der Medizin verwendet. Im Hausgebrauch sollte Honig nur bei kleineren Verletzungen oder Schürfwunde genutzt werden. am besten eignet sich naturbelassener frischer Honig vom  Imker zur Wundbehandlung, um die keimhemmende Wirkung des Honigs zu erhalten, sollte der Honig kühl und dunkel aufbewahrt werden. Auf der Grundlage von Wachs werden seit Jahren Salbe und Pflaster hergestellt. Bienenwachs sorgt für eine weiche, glatte Haut, weil hier Spuren von Pollen und Propilis enthalten sind.

In der Zeit vom 01.04. - 02.04.2017 fand in Sundern Langscheid  der Fachkundelehrgang Honig statt.
Alfons Pohlmann verstand es, die Teilnehmer durch den umfangreichen Lehrgang zu führen. Die Themen umfassen die Entstehung und Zusammensetzung des Honigs, besonders die Honigernte und das Schleudern wurde ausgiebig behandelt. Ein wichtiges Kapitel war das Sieben, Lagern und Abfüllen. Die gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen wurden ebenfalls besprochen.
Die Eigenschaften des Honigs für die Gesundheit und die Verwendung als Lebensmittel für die Zubereitung von Gerichten, sowie die Vermarktung wurde behandelt.
Der Abschluss des Lehrgangs bestand in der schriftlichen Prüfung,  sicher eine Herausforderung  für die Teilnehmer.
Zur Freude des Referenten wurden von allen Teilnehmern die geforderten Punktzahlen erreicht, eine mündliche Nachprüfung konnte entfallen, so dass Kursteilnehmern das Zertifikat ausgehändigt werden konnte.
Der Lehrgang war vom Landesverband Westfälisch Lippischer Imker  ausgeschrieben, somit setzte sich der Teilnehmerkreis aus verschiedenen Kreisimkervereinen zusammen. Erfreulich war die Teilnahme einiger jugendlicher und des gesamten Anfängerkurs
(VHS Arnsberg/Sundern und des KIV AR )

Honigbewertung 2016

Wie in den vergangenen Jahren haben auch in diesem Jahr einige Imker der Imkervereine Arnsberg, Oeventrop und Sundern an der Honigbewertung es Landesverbandes Westfälischer -   Lippischer Imker und der Landwirtschaftskammer Nordrheinwestfalen teilgenommen. Hier wird die Sauberkeit, der Zustand des Honigs sowie der Geruch und Geschmack geprüft. All diese Bewertungspunkte, sowie das Mindestgewicht und der Wassergehalt wurden bei den  Proben des Kreisimkerverbandes positiv bewertet.

Von den in diesem Jahr abgegebenen 7 Proben,  wurden ausgezeichnet mit :

Gold   Georg Weber    85 Punkte  Imkerverein Sundern

Silber Leon Schein      70 Punkte  Imkerverein Sundern/Bienenfreunde Sorrpesee

Leon Schein ist zur Zeit das jüngste Mitglied im Keisimkerverein Arnberg

Silber Jürgen Meyer    70 Punkte  Imkerverein Sundern

Honig Rezepte gut und schnell:

Waffeln vom Honigteig:
10 Eier, 350 g Zucker, 150 g Honig (beides aufschlagen), 2 Päckchen Vanillezucker, 1 kg Mehl, 0,5 l Milch, 0,5 l Wasser, 2 Fl. Rumaroma und 500 g weiche Magarine.

Apfel-Meerettich-Salat mit Honigsalami:
Zutaten: 2 Äpfel, 1 Beet Gartenkresse, 1 Essl. Meerettich in Honig und 6 Scheiben (Honig)Salami.Salat-Dressing:3 Essl. Honigessig od. milder Weinessig, Salz, Honigpfeffer und 1 Essl. Sonnenblumenöl .Zubereitung: Essig, Salz, Pfeffer und Meerettich in Honig vermengen. Öl dazugeben und abschmecken. Äpfel schälen, in Stfte schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Honigsalami in gleich große Streifen schneiden und unter die Äpfel mengen. Alles zusammen mit dem Dressing vermischen. Kurz vor dem Servieren mit Gartenkresse bestreuen. Alle Mengen und Maßangaben für 4 Personen                  (Rezept vom Rottaler Bienenhof )


Honig-Amareettini-Nockerl:
Zutaten: 200 g Quark 20 %, 200 g Mascarpone, 100 g Amarettini, 1 Essl. Vanille in Honig.Zubereitung: Amarettini in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Wellholz zerkleinern. Quark, Mascarpone, Amarettini und Honig vermengen. Aus der Masse mit zwei Teelöffel Nockerl formen und je nach Geschmack mit Obst odder Fruchtspiegel anrichten.
Alle Mengen und Maßangaben für 4 Personen ( Rezept vom Rottaler Bienenhof) 

Cili con carne

Zutaten: 2 große Zwiebeln, 150 g Sellerie, 3 EL Öl, 400 - 500 g Rinderhackfleisch, 1 Dose geschälte Tomaten, 1 große Dose rote Bohnen, 1/2 TL Salz, 2 Knoblauchzehen, 1 - 2 EL Cilipulver, 1 - 11/2 EL Honig. Zubereitung: Zwiebeln und Sellerie würfeln und im Fett anbraten. Mit der Hälfte der Tomatenflüssigkeit aufgießen, Tomaten hacken und zugeben, ebenso die Bohnen. Mit Salz, zerdrücktem Koblauch und Chili würzen, ca 30 Minuten köcheln lasen, evtl. noch etwas Tomatensaft nachgießen. Zum Schluß mmit Honig abschmecken.                                                                                                                                      

Rotwein-Orangen-Punsch                                                                                                                      Zutaten: 1 unbehandelte Apfelsine, 1 Stange Zimt, 5 Nelken, 1 EL Zitronensaft, 0,25 l Orangensaft, 0,75 l trockenen Rotwein, Honig nach Geschmck (etwa 3 - 4 EL). Zubereitung: Von der Apfelsine das gelbe der Schale mit einem feinen Reibeisen abreiben, Saft auspressen. Saft mit abgeriebener Schale, Zimt, Nelken knapp zum Kochen bringen und 10 Minuten ziehn lassen, dann abseihen. Den Orangensud mit Rotwein erwärmen, nach Geschmack mit Honig süssen.


Kinderpunsch:
Zu ½ l erwärmten Kirsch- oder Holundersaft, ½ l Hagebuttentee, den Saft von Orangen, etwas Zimt und 2 – 3 Esslöffel Honig.



Zitronenlimonade:
Auf 1 l Wasser den Saft von 1-2 Zitronen und 2 – 3 Esslöffel Honig. Gut bei Erkältungen oder an heißen Sommertagen.

Und wozu man gar kein Rezept braucht:
Honig auf das Frühstücksbrot, zum Müsli, in die Milch, in Fruchtsäfte, zu Kräutertee, Schwarzen Tee… Nichts ist so vielseitig wie Honig.